Prüfungsordnung

  • Prüfungen finden bei Bedarf zwei mal pro Jahr statt, örtlich und zeitlich verteilt.
  • Prüfungen werden von Mitgliedern der Weiterbildungskommission der DGLN abgenommen.
  • Neben der Aufwandsentschädigung erhält jeder Prüfer pro Prüfling € 50,00 Honorar von der DGLN.
  • Die Prüfung wird von mindestens zwei Prüfern durchgeführt. Davon muss ein Prüfer klinisch tätiger Mediziner (vorzugsweise Neurologe), der andere Akademiker in der Laborversorgung (Naturwissenschaftler, klinischer Chemiker, Labormediziner) sein.
  • Die Prüfungsdauer sollte ca. 90–120 min betragen.
  • Die Prüfungsinhalte entsprechen den Ausbildungsinhalten, wie sie in den Richtlinien im Antrag auf Erwerb der Fachqualifikation Liquordiagnostik, Anlage I, beschrieben sind. Nachweise praktischer und theoretischer Kenntnisse sind erforderlich. Die Gewichtung der Themen wird dem Prüfteam überlassen, es sollten aber zwingend Kenntnisse in Zytologie, Proteinanalytik, integriertem Gesamtbefund mit Plausibilität der Befunde und Qualitätskontrolle erfragt werden.
  • Es ist ein Prüfungsprotokoll anzufertigen, welches bei den Unterlagen des Prüflings beim Vorsitzenden der Weiterbildungskommission archiviert wird.
  • Eine Prüfung gilt nur als bestanden, wenn beide Prüfer die Leistungen des Prüflings als ausreichend ansehen.
  • Ein Ausbilder kann nicht gleichzeitig Prüfer des Prüflings sein.

Bei Nichtbestehen

  • Dem Prüfling können Auflagen gemacht werden, die bis zur Anmeldung zur Wiederholungsprüfung erfüllt werden müssen. Hierzu gehören die Belegung von Kursen oder auch die Verlängerung der praktischen Ausbildung im Labor.
  • Bei unzureichenden Leistungen des Prüflings wird kein Liquor-Zertifikat erteilt. Es besteht bis zwei mal die Möglichkeit zur Wiederholung der Prüfung. Eine Wiederholung darf frühestens nach drei Monaten bis spätestens nach 18 Monaten durchgeführt werden, ansonsten muss ein neues Verfahren (neuer Antrag) begonnen werden.
  • Wiederholungsprüfungen machen eine Bearbeitungsgebühr von € 150,00 erforderlich.